Und noch ein Tipp für alle Freunde der gepflegten Street Art. Die ATM Gallerie in Berlin widmet ihre Räumlichkeiten bis 23. Mai einem weiteren Grossmeister der Strassenkunst: Dave the Chimp mit einer Ausstellung PRINTS for the New Power Generation und somit ausgewählten Arbeiten seiner Linol- Sieb- und Schablonendrucke. Sehenswert!
Wer es nicht in die Hauptstadt schafft, kann auch auf flickr einen Blick drauf werfen.
Bis September 2009 ist Walldorf unbedingt einen Ausflug wert, denn dort wurde am Wochenende die Ausstellung SAP (Street Art Painting) eröffnet und das Line-Up kann sich sehen lassen. Szenegrössen wie C215, TV-Boy, Dome, Jef Aerosol uvm. lassen sich im hauseigenen Schulungszentrum von SAP ausstellen. Ein paar Bilder dazu hier im flickr stream. Hingehen!


Längst überfällig und endlich geschafft: London besuchen. Dank Heikos Gastgeber- und Guide-Qualitäten richtig vollgepackte 6 Tage Entdeckungstour, meist (wie sollte es anders sein) abseits der üblichen Touri-Knotenpunkte und dafür mit jeder Menge Streetart, Mode- und Kulturschocks (man bedenke ich wohne in Wiesbaden) und, ähm, Pubs. Hier nun ein paar meiner (also ja eigentlich Heikos) mussmanmalgesehenhaben-Tipps:

Borough Market: Ein großer Lebensmittelmarkt mit allem, was man sich vorstellen kann. Am Besten mit vollem Magen hingehen, sonst muss man unbedingt alles probieren. Oder doch hungrig hingehen und wirklich alles probieren…

Camden Town Markets – schlimme Webseite aber sehr geile Locations: zum einen Camden Lock mit seinem Openair-Markt und der Markthalle, zum Anderen Camden Stables: ein ehemaliges Gestüt/Gehöft wird als Markthalle mit angeblich 500 “Shops” umfunktioniert. Und wenn man schon dort ist unbedingt im Proud reinschauen: Im alten “Horse Hospital” gibt es wechselnde Fotoausstellungen und Abends Parties in alten Pferdeboxen.


In Shoreditch:
StolenSpace Gallery: hier geben sich Graffiti-und Streetartists die Klinke in die Hand. Wechselnde Ausstellungen, ab 19. März übrigens Word to Mother, sehr empfehlenswert!

Die Brick Lane ist generell wahnsinnig interessant, das Publikum extrem modebewusst und alles hat irgendwie Style… Tolltolltoll: ins 1001 setzen und Leute gucken!

Eine andere Gallery, sehr klein, aber sehr geil, und irgendwie eher Anti-Gallery: Pure Evil. Der Ausstellungsraum im Keller erinnert mehr an einen ziemlich runtergekommenen Hinterhof und genau das ist er irgendwie auch. Dafür, und für die geballte Ladung kleiner Werke von Künstlern wie C215 im Treppenflur (seeehr eng und auch ein bisschen lebensgefährlich) gibts eine Eins mit Sternchen.

(Foto: Flickr)
The Foundry: sehr angenehme, gemütliche und etwas abgeranzte Atmosphäre, Pub oben, Gallery unten und genau mein Ding, was so Locations angeht. Cheers.
Das Cargo in Shoreditch ist ein kleiner Club, in dessen Clubraum auch Konzerte stattfinden (z.B The Whitest Boy Alive im April) und in dem man tagsüber gemütlich Mittagessen oder im kleinen Hof ein Bierchen trinken kann. Im selben Hof ist übrigens die Black Rat Press Gallery, in die ich wirklich gern geschaut hätte, die aber irgendwie nie dann offen war, wenn wir in der Nähe waren. Ausserdem gibts im Hof einen echten Banksy (es gibt jede Menge Banksys in London, aber es macht doch mehr Spaß wenn man sie zufällig findet, daher keine weiteren Tipps dazu).

Für den Streetart-Freund an sich ist London natürlich großes Kino. Viele wirklich gute Sachen gilt es zu entdecken… besonders gut vertreten sind Künstler wie C215 (in echt einfach noch beeindruckender), Space Invader und natürlich der Meister Banksy himself. Daher unbedingt Augen aufhalten und auchmal in den kleinen dreckigen Gassen auf Schatzsuche gehen.
Wer sich vom 13.02. - 07.03. in die Hauptstadt verläuft, sollte sich auf keinen Fall die Ausstellung in der Intoxicated Demons Gallery entgehen lassen. Dort sind u.a. Werke von Czarnobyl, Jef Aerosol, C215 und Pixel Pancho zum Thema Stencil History zu sehen. Hingehen!





